Kraemer verstarb am 27. April 1958 in Bad Reichenhall. Berufliche Versetzungen seines Vaters führten den an der Mosel geborenen über mehrere Gymnasien (Diedenhofen, Saarbrücken) schließlich ans Lehrerseminar in Kempen (1895 bis 1898). Die 1. Volksschullehrerprüfung legte er am 2.8.1898 ab, die 2. Prüfung folgte am 5.10.1901, vgl. „Personalblatt B für Oberschullehrer und nichtakademisch gebildete Kandidaten“ (Quelle:  Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung /DIPF/Archiv, Gutachterstelle des BIL - Personalbögen der Lehrer höherer Schulen Preußens, einsehbar unter DIPF).
An der Akademie für Kirchenmusik in Berlin-Charlottenburg legte Kraemer 1914 noch die Prüfung im Fach „Singen“ ab. 1902 wechselte er von Süchteln nach Rheydt, um als Musikpädagoge, Chordirigent sowie Musiklehrer an der Rheydter Oberschule für Mädchen und Dirigent des Kirchenchors zu wirken.
Sein Opus umfasst volksliedhafte Gesänge, Tänze, Märsche wie kirchliche Hymnen und zählt mehr als 300 Opus-Nummern, von denen die eine oder andere noch heute zum Repertoire vieler Männergesangvereine gehört.

Mit Trittenheim ist Emil Kraemer verbunden durch die Komposition der Heimathymne, deren Text Theodor Hermann schuf.