Theodor Hermann wurde am 10. April 1875 in Perl geboren und legte am 2.08.1895 am Lehrerseminar in Wittlich sein Examen ab. Nach Dienstzeiten in Lissingen (1895-1902), Gerolstein (1902-1909) wirkte er zuletzt an der Volksschule in Trittenheim (1909-1937). Seinen Ruhestand verbrachte er in seinem Heimatort. In Trittenheim leitete er nicht nur den Männergesangverein, sondern lange Zeit auch den Kirchenchor Cäcilia. In einem von Theodor Hermann 1937 zu seinem Abschied zusammengestellten Typoskript finden sich seine seit den 20er Jahren verfassten Texte (Gedichte, Ansprachen, Theaterstücke), darunter auch die Heimathymne Trittenheims:

„(1) Allwo in weiter Runde man schätzet guten Wein, und Frohsinn hebt die Stunde, rühmt man mein Trittenheim.
(2) Hier rings auf lichten Höhen die edlen Reben blüh‘n, für deren Wohlergehen die Herzen aller glüh‘n.
(3) Gott Vater spende Segen, das Glück, es kehre ein, bei Menschen, Haus und Reben! Glück auf, mein Trittenheim!
(4) O Trittenheim, mein Heimatort, ich grüße dich allzeit als meines Lebens Kleinod, als meine Seligkeit.“

Die Urschrift datiert vom 10. Mai 1929 und wurde von Hermann später an einigen Stellen variiert: die Erstfassung las „Dort, wo in weiter Runde man trinket guten Wein, und Frohsinn hebt die Stunde schätzt man mein Trittenheim“ (1. Strophe); „Hier rings auf sonn'gen Höhen, die edlen Reben blüh'n, für deren gut's Ergehen die Herzen aller glüh'n.“ (2. Strophe).

Aus Hermanns Feder stammt vom April 1929 noch ein weiterer Text auf Trittenheim mit 16 vierzeiligen Strophen.

Hermanns Heimathymne auf einer Ansichtskarte (Vorlage Anderle).