Momentaufnahmen einer Brückengeschichte Trittenheims

Brücken – für Menschen einer mobilen Gesellschaft sind sie gar nicht mehr weg zu denken aus dem alltäglichen Verkehr. Gerade angesichts der aktuellen Debatte um marode Brückenbauten weiß man auch um die hohen Kosten, die in ihnen stecken.

Früheren Zeiten fehlten manchmal technische Möglichkeiten, häufiger aber die finanziellen Mittel, Brücken zu errichten. Vielfach konnte man sich mit „fliegenden Brücken“, wie man Fähren nannte, behelfen. Trittenheims Fährtürme erinnern an eine mehrhundertjährige Tradition. Wer die Erfahrung machte, einen Fluss oder einen breiteren, aber tiefen Bach nicht überqueren zu können, der weiß Brücken zu schätzen.

Darüber hinaus entdeckt man auch eine symbolische Dimension:
Brücken zu überqueren heißt,
Abgründe und Gefährdungen sichern Fußes zu bestehen,
heißt,
überhaupt auf andere zugehen zu können und ihnen einen Zugang zu sich zu ermöglichen.
Brücken zu schlagen bedeutet im übertragenen Sinne: Kraft, Zeit und Ressourcen einbringen.

Das Wiederaufbauen einer Brücke ist ein gutes Symbol, wie Feindschaft überwunden werden kann: Unterschiede annehmen und von beiden Seiten einen Weg des Zueinanders schaffen. Das braucht Zeit, Kräfte, aber es schafft auch neue Kräfte, Kräfte tragender Beziehungen. [mehr]