... Sein Beiname verweist auf seinen Geburtsort, das benachbarte Klüsserath, wo er als ein Sohn des aus Longuich stammenden Vaters Johann und seiner Mutter Katharina geboren wurde. Über sein Geburtsjahr sind wir nicht informiert, doch man wird annehmen können, dass es wahrscheinlich noch in das zweite Viertel des 15. Jahrhunderts hinabreicht. Diese ungefähre Datierung lässt sich aus einer Notiz ableiten, dass er schon zur Jugendzeit des Johannes Trithemius als Pfarrer in Trittenheim installiert war. Weder über seinen Bildungsgang läßt sich etwas näheres in Erfahrung bringen noch über seine priesterlichen Werdegang. Die erste Erwähnung findet sich 1485 in einem Kaufbrief  für das Kloster Eberhardsklausen, zu dem er überhaupt engere Beziehungen hatte. In einem seiner Briefe an Bartholomäus vom Jahre 1487 (10. Februar 1487), allerdings dem einzig erhaltenen, erinnert Johannes Trithemius daran, das Bartholomäus zu jenem Kreis von Menschen gehörte, die ihm in seiner Jugend die Möglichkeit verschafften, seinen Weg zu gehen. In diesem Brief sorgt sich Trithemius um das Wohl seines ehemaligen Lehrers, dem er sich für die Grundlegung der Kenntnisse zeitlebens zu Dank verpflichtet wußte. 1499 erscheint Bartholomäus im Klausener Kartular als Dechant des Landkapitels Piesport. Das Klausener Nekrologium unterstreicht die enge Beziehung zum religiösen Zentrum Klausen, wenn er dort angesichts einer Zuwendung einer Geldsumme als Stiftung für seine Eltern und sich als notabilis benefactor bezeichnet word. 
In seinem Testament vom 11. Mai 1503 wünscht er, vor dem Clemens-Hochaltar in seiner Trittenheimer Pfarrkirche begraben zu werden. Weiterhin verfügt er, daß dem Erzbistum die seit Werner von Falkenstein 1398 eingeführte marca domini entrichtet wird, daß bei seiner Beerdigung ein Almosen an die Armen verteilt, der Klüsserather Geistlichkeit als Präsenzgeld bei Beerdigung ein Gulden, den Trittenheimern jedoch ein halber Gulden ausgezahlt werden soll. Den Franziskanern, den Dominikanern, den Augustinereremiten und den Karmeliten soll je ein Gulden ausgehändigt werden, ebensoviel dem Landkapitel Piesport. Die Kosten des Begräbnisses soll das Kloster aus Bartholomäus Vermögen begleichen. Seinem Neffen, dem magister Johannes von Clüsserath - dieser ist wahrscheinlich mit Johannes Centurianus identisch -  hatte er schon zu Lebzeiten das Studium finanziert und legiert nun seine Bücher mit Ausnahme jener zur Trittenheimer Pfarrkirche gehörigen Bücher (ein Ordinarius, ein Cantuale und ein Brevier). Darüber hinaus erhält Johannes das große Bett mit Zubehör, eine Schüssel, einen großen Topf, ein Becken, ein kupfernes Handwaschbecken, eine Kanne mit Ausguß und den besten Rock des Pfarrers. An einem auf Köwericher Bann liegenden Weingarten im 'Scheyffenberch', den Bartholomäus als Kirchengut bezeichnet und der wohl aus Benefizialgeldern erworben wurde und als Schenkung an Eberhardsklausen gedacht war, erhält sein Neffe das lebenslange Nutzungsrecht. Die von seinen Eltern erworbenen Weingärten, Äcker, Gärten, Wiesen und Häuser überweist er an Matthias (Thyß) Porten von Münster, den Mann seiner Nichte Katharina, sowie an die Kinder seiner Nichte Lyffghen, der Schwester Katharinas. Den übrigen Hausrat vermacht der Trittenheimer Pfarrer je zur Hälfte seinem Neffen und der Familie seiner Nichte. Nach dem Eberhardklausener Nekrolog fällt Bartholomäus Todestag auf den 10. Februar; als wahrscheinlichstes Todesjahr läßt sich das Jahr 1510 erschließen, da er in einer Urkunde vom 24.8.1509 noch lebt, am 9.2.1511 jedoch schon als verstorben gilt.

Quellen: 
LHAKo 79/196 (24.8.1509) / LHAKo 79/197 (9.2.1511) / LHAKo 79/139a (Testament vom 11.5.1503) / StB Trier Hs 1683/338 f. 91 / StB Trier Hs 1373/139 Nekrolog f. 16v Kl. Eberhardsklausen (Erwähnung der Eltern) / Trithemius Brief an Bartholomäus: a) StB Trier Inkunabel 2231 fol 2ra; b) gedruckt in Busäus.     
Literatur:
Josef Junk, Trithemius und die zeitgenössischen Trittenheimer Pfarrer. In: Trierische Heimat 10 (1934) S. 82-87; Peter Dohms, Die Geschichte des Klosters und Wallfahrtsortes Eberhardsklausen an der Mosel. Von den Anfängen bis zur Auflösung des Klosters im Jahre 1802. Bonn 1968. [=Rheinisches Archiv; 64]. S. 54; Klaus Arnold, Johannes Trithemius (1462-1516). 2., bibliographisch und überlieferungsgeschichtlich neu bearbeitete Aufl. Würzburg 1991. [=Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg; 23]. - S. 8.263.