Jüdische Bevölkerung: Jüdische Bevölkerung in Gemeinden des Regierungsbezirks Trier in den Jahren 1843, 1895 und 1925/1927. In: Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800 bis 1945. Band 5: Statistische Materialien zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung (W. Knopp), Koblenz 1975, [=Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz; 16] - S. 132.

Landjudentum: Vgl. zum Begriff des Landjudentums Kasper-Holtkotte, Juden im Aufbruch, S. 6.

Ersterwähnung: Vgl. Erschens nach einer Verordnung des Erzbischofs Johann von Schönberg, die dieser am 5. 10. 1592 in Wittlich unterzeichnet.

Saar-Mosel-Raum: Cilli Kasper-Holtkotte, Juden im Aufbruch. Zur Sozialgeschichte einer Minderheit im Saar-Mosel-Raum um 1800. (Forschungen zur Geschichte der Juden; A 3). Hannover 1996.

Saar-Mosel-Raum: Vgl. Kasper-Holtkotte, Juden im Aufbruch, S. 32.40.235.

Erhebung über die Zahl der Juden: 'Erhebung über die Zahl der Juden im Saardep. 1808' (StAKo 276, Nr. 624 Bl. 36). In: Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800 bis 1945. Band 5: Statistische Materialien zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung (W. Knopp), Koblenz 1975, [=Veröffentlichungen der Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz; 16] - S. 25.Dieser Minjan scheint jedoch im Laufe der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts offensichtlich erreicht worden zu sein, da schon vor dem Bau der Synagoge in einem Privathaus ein Gebetsraum eingerichtet worden war.

Vgl. dazu z. B. Juden in Trier. Katalog einer Ausstellung von Stadtarchiv und Stadtbibliothek Trier März - November 1988, unter Mitwirkung von Horst Mühleisen und Bernhard Simon bearb. von Reiner Nolden, Trier 1988, [=Ausstellungskataloge Trierer Bibliotheken; 15].

Die Judenordnung vom 17.01.1681 enthielt z. B. die Bestimmungen, dass eine Niederlassung im Kurfürstentum nur mit kurfürstlichem Geleit erfolgen durfte, dass sie an christlichen Festtagen ihr Haus nicht verlassen durften, dass Juden und Christen nicht unter einem Dach wohnen durften, Beschränkungen der Erwerbstätigkeit und die Art der Ausführung. Die Judenordnung vom 10.5.1723 enthielt überdies noch die Bestimmungen der Begrenzung der Anzahl jüdischer Familien auf 165, die Bindung der Geleitverleihung an einen Besitz von 400 bis 500 Taler, das verbot des Tragens kostbarer Kleider, der Abstand der Wohnhäuser zur Kirche, die Festsetzung des Zinsfußes auf 5% u.a.m.

Die kurfürstlich-erzbischöfliche trierische Judenordnungen forderte nicht nur das Verbleiben der Juden in ihren Häusern an Sonn- und Festtagen, sondern schrieb auch einen entsprechenden Abstand ihrer Wohnungen zur Kirche vor - wie weit sich dies für kleinere Orte realisieren ließ, bleibt zu fragen. Zu den traditionsgeschichtlichen Bezügen dieser Verbote vgl. Kirche und Synagoge I, bes. Kap. 3 zum vierten Laterankonzil von 1215.
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Geboren in Trier, lebte zeitweise in Köln.
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Das heute noch bestehende Gebäude (rechts im Bild) findet sich unmittelbar unterhalb des Friedhofes in der Moselstraße.
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Vgl. dazu Kasper-Holtkotte, Juden im Aufbruch, Kapitel 2.

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Im Juli 1806 ließ Kaiser Napoleon I. eine jüdische Notablenversammlung einberufen, um das Problem der nationalen Zugehörigkeit der Juden endgültig zu klären. Napoleon legte der Versammlung zwei Fragen vor. Die eine Frage bezog sich auf jüdisch-christliche Mischehen. Die Antworten der Notablen sollten in Anknüpfung an die jüdische Tradition durch die Einberufung des Großen Sanhedrin bestätigt werden.

1808 wurden durch das Décret infâme für eine Geltungsdauer von 10 Jahren einige den Juden gewährte Rechte wieder beschränkt. Zwar waren sie weiterhin französische Staatsbürger, jedoch wurden sie verstärkt unter staatliche Kontrolle gestellt. Die Freizügigkeit und freie Erwerbstätigkeit der Juden wurde beseitigt und setzte in wichtigen Punkten die Bürgerrechte außer Kraft. Es beeinträchtigte für fast ein halbes Jahrhundert Existenz und Erwerbstätigkeit der rheinischen Juden. Am 13.7.1843 beschloss der 7. Rheinische Provinziallandtag die Abschaffung des "Infamen Dekrets" von 1808. Zugleich wurde die völlige staatsbürgerliche und politische Gleichstellung der Juden in der Rheinprovinz begründet.

Die sephardischen Juden im Bordeaux blieben von diesen Beschränkungen ausgenommen; das Dekret wurde 1818 nicht verlängert.

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Urkunde iim Stadtarchiv Trier unter der Signatur StATr 21/0998.

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Vgl. 'Pfarr-Acten, Sendbeschlüße und Correspondenz', S. 211 (1855). Liehl führt darin als Beleg kirchenrechtliche Stellen und Kommentierungen sowie einschlägige Edikte vergangener Jahrhunderte an.

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Vgl. hierzu und zum folgenden Peter Pulzer, Die Wiederkehr des alten Hasses. In: Deutsch-jüdische Geschichte in der Neuzeit. Bd. III: Umstrittene Integration 1871-1918, München 1997, S. 193ff.

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1879 war in Berlin die "Antisemiten-Liga" unter dem Journalisten Wilh. Marr begründet worden.

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1879 bis 1880: Rabbiner Dr. Jakob Hollander (geb. 1844 in Altona, gest. 1880 in Trier): studierte in Altona und Berlin, promovierte in Halle; 1871 Stiftsrabbiner in Hannover, 1874 Rabbiner in Wreschen (Września), Posen; 1879 Rabbiner in Trier und Religionslehrer am Gymnasium.

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Martin Persch: Martini, Matthias, Generalvikar. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 5, Bautz, Herzberg 1993, Sp. 919–921; Franz-Rudolf Reichert: Der Trierer Generalvikar Matthias Martini. In: Archiv für mittelrheinische Kirchengeschichte 17 (1965), S. 87–120.

s. auch http://www.rlb.de/cgi-bin/wwwalleg/goorppd.pl?s1=-pta0800- 

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Vgl. den Abdruck in der "Dokumentation zur Geschichte der jüdischen Bevölkerung in Rheinland-Pfalz und im Saarland von 1800 bis 1945. Band 1. Koblenz 1982. - S. 159ff. hier: S. 161 u. 165: Danach sollte der Trittenheimer citoyen Eisick, d.i. Samuel Isaac, für die Bestattung seines Sohnes auf dem alten Trierer jüdischen Friedhof 1 Louis zahlen.

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Adolf Diamant, Jüdische Friedhöfe in Deutschland: eine Bestandsaufnahme, Frankfurt a.M. 1982, S. 182.

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Von den neun für das Jahr 1830 genannten Steuerpflichtigen weisen nur drei etwas mehr als 30 Taler Gesamtsteuerschuld auf, während zwei weitere zwischen 20 und 10 Talern und die übrigen mit Beträgen teils weit unter 10 Talern bemessen wurden (vgl. LHKo Best. 655, 178 Nr. 47).

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Von den neun für das Jahr 1830 genannten Steuerpflichtigen weisen nur drei etwas mehr als 30 Taler Gesamtsteuerschuld auf, während zwei weitere zwischen 20 und 10 Talern und die übrigen mit Beträgen teils weit unter 10 Talern bemessen wurden (vgl. LHKo Best. 655, 178 Nr. 47).

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Ein sehr bewegendes Zeugnis hierfür ist ein Brief des Ortspfarrers, in dem er von "wenigstens fünfzig Familien : vier Juden Familien mitgerechnet : unseres circa 190 Häuser starken Ortes" berichtet, die "sich theils schon vier, theils drei oder zwei Monate ohne Brot, Kartoffeln und jedes andere Nahrungsmittel [befinden], und haben weder Geld, noch Credit, um sich durch Ankauf etwas verschaffen zu können" (Pfarrarchiv Trittenheim).

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An dieser Stelle sei der Tochter des damaligen Bürgermeisters herzlich für die Einsichtnahme in die Urkunden und die Korrespondenz ihres Vaters gedankt.

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Aus einem Bericht des Bürgermeisters vom Juli 1945, der durch einen Brief des Ortsgruppenleiters von 1937 bestätigt wird.

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Zitiert nach einem maschinenschriftlichen Schreiben eines Trittenheimers vom 9.12.1945 an Carl Samuel.

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Schulchronik Trittenheim Bd. I, S. 79.

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