Schau die Mosel in dem Tale
wie sie um ihr Kind
sanft im Bogen hält geschlungen
ihre Arme lind.

Wie er sitzt, der holde Knabe,
auf smaragdnem Pfuhl,
und der Mutter Atem
fächelt ihm die Stirne kühle!

Horch! es tönt ein leises Klingen
um die Schlummerstatt:
Ob in Schlaf jetzt singt die Mutter
ihren Liebling matt?

Mild Gedufte trägt die Mutter
wenn die Trauben blüh’n
daß dem Knaben Stirn und Wange
hell vor Freude glühn.

Süßre Milch genoß kein Knabe
als die Mutter gut
ihrem Liebling schenkt und schenkte
in dem Traubenblut.

Kennst Du sie, die gute Mutter
und das Knäblein lind?
Mosel heißt die gute Mutter,
Trittenheim ihr Kind.