Die Matheiser als Weinbergsherren

Schon in der Ersterwähnung Trittenheims im Prümer Urbar (893) [Text] wird die Bedeutung des Weinbaus für die Grundherren erkennbar. Einer der Grundherren in kurtrierischer Zeit war die Abtei St. Eucharius. Umgangssprachlich hieß sie wegen der Grablegung des Apostels Matthias einfach nur Mattheiser Abtei. Aus dem 18. Jahrhundert ist eine Abschrift ihrer Rechte erhalten, die sie in den verschiedenen Jahrhunderten erhielt. Es ist ein sogenanntes Urbar. Einige Notizen daraus beschreiben das Thema Wein und geben einen kleinen Einblick in frühere Verhältnisse.

Der Abtei St. Eucharius (St. Mattheis) waren 1147 durch Papst Eugen III. neben der Kirche auch ein Hofgut als Eigentum und die damit verbundenen Rechte bestätigt worden. Dazu zählte u. a. der sog. Zehnt, der seit dem Mittelalter grundsätzlich der Pfarrkirche bzw. deren Besitzer zustand. Von seinem Ursprung her ist es eine Naturalabgabe in Höhe eines Zehntels der Ernte. Neben den Mattheisern war aber auch der Trierer Kurfürst und der Manderscheid-Neuerburger Graf mit Grundbesitz und Herrschaft ausgestattet und konnten u.a. Abgaben erheben.

[Fortsetzung]

... und weitere 'auswärtige forenzen'

Die Aufteilung des Weinbergbesitzes auf der Gemarkung Trittenheim im Jahr 1720 -  eine Übersicht