10.05.2015

Weinwuchs und Weinbau an der Mosel ein Überblick

Vorbemerkung: die nachfolgenden Ausführungen folgen im Wesentlichen dem Buch des Zeltingers Dr. Felix Meyer, Zur Entwicklung des Moselweinbaues und Moselweinhandels im 19. Jahrhundert, Köln 1923. Meyer bietet eine gute Zusammenfassung, um die Entwicklung des Moselweinbaues nachvollziehen zu können.          
Alfred Nummer

Der Weinbau kam an die Mosel durch die Römer, vermutlich am Ende des 1. Jahrhundert, sicher jedoch im 2. Jahrhundert.

Zeugen der uralten Weinkultur sind u.a. die Angaben des römischen Moseldichters Ausonius aus dem 4. Jahrhundert (365); er stammte aus dem heutigen Bordeaux und war Erzieher des Prinzen Gratian am kaiserlichen Hof zu Trier. Seine „Mosella“ belegt die Existenz der uralten Weinkultur. In seiner Mosella vergleicht er die Rebhügel der Mosel mit dem Rebenmeer seiner heimatlichen an der Garonne. Er besingt die ihm herrlich erscheinende Mosel, wenn er, von der römischen Heerstraße von Bingen über den Hunsrück herkommend, das Moseltal auf der Höhe von Neumagen / Trittenheim betrachtet (hier nur ein Auszug):

Sei mir gegrüßt, Fluss, auf den Rebengeländen bepflanzt mit würzigem Weine
und an den grasigen Ufern bepflanzt, du grünster der Flüsse.
Anderes Schauspiel biete uns jetzt das Gepränge der Reben
Banne den schweifenden Blick uns Bacchus köstliche Gabe

 

[Fortsetzung]

Das Neumagener Weinschiff, ein spätantikes Grabdenkmal, als Hinweis auf den römischen Weinbau.

 

 

Abbildungen zum Aufsatz von Alfred Nummer

Teilentnahmeschein von 1947

Abrechnung der Preisüberwachungsstelle 1940