Am Anfang waren es ... drei Herren ...

Schon in einer Urkunde der alten und berühmten Benediktiner Abtei St. Salvator zu Prüm, der späteren Fürstabtei Prüm, wird Trittenheim erstmalig im 9. Jahrhundert als Weinort erwähnt. In Trittenheim waren im Lauf der Geschichte besonders drei Herrschaften begütert

  • Der Trierer Kurfürst
  • Die Abtei St. Matthias in Trier
  • Die Grafen von Manderscheid–Schleiden


Die Abtei St. Matthias besaß eigene Hofgebäude, von der noch Reste erhalten sind.

Vermutlich reicht der Beginn des Weinbaues weit länger zurück als in der benannten Urkunde erwähnt. Vor mehr als 1600 Jahren sang der römische Dichter Decimus Magnus Ausonius, Prinzenerzieher am Hof des Kaisers Valentinian I. in Trier, in seiner „Mosella“, dem ältesten Preislied der Mosel:

„Hoch wächst auf den Jochen der himmelanstrebenden Berge
längs des Gestades das Grün des sorgenbezwingenden Weinstocks“.

Weiter lassen diverse Funde in den Weinbergen von Trittenheim und in der näheren Umgebung[1] auf einen römischen Ursprung des Weinbaues in Trittenheim schließen. So wurden im Jahr 1920, in der Lage Trittenheimer Apotheke bei Weinbergsarbeiten Sarkophage[2] im steilen Distrikt Sonnteilen gefunden.Sie blieben an Ort und Stelle, wurde wieder mit Erde bedeckt und erst im Zuge der Flurbereinigung im Jahr 2005 erneut freigelegt und restauriert.

Über Jahrhunderte hat sich der Weinbau als die Haupterwerbsquelle im Dorf gehalten. Zwar haben sich im Verlaufe der jüngsten Zeit, insbesondere in den letzten 50 Jahren, die strukturellen Erwerbsmöglichkeiten für die Bevölkerung stark verändert, doch der Weinbau blieb in Trittenheim für Handel, Handwerk und Gewerbe, für die Gastronomie und den Tourismus von existentieller Bedeutung.

Der Weinbau prägt das Gesicht des Dorfes. Der Wein mit seiner großartigen Qualität und die Winzer mit ihrem Fleiß und Können tragen den Namen Trittenheim in die ganze Welt. Nicht von ungefähr und mit verständlichem Stolz heißt es heute noch:

Weit über deutsches Land ist unser Wein bekannt

Alfred Nummer, Trittenheim

[1] Siehe Abb. 2

[2] Siehe Abb. 1