31.05.2015

Trittenheimer Weinlagen

Alte Anzeigen von Weinverkäufen oder Weinkarten vor und um 1900 sprachen in der Regel nicht von Weinen mit einer Weinlagenbezeichnung. Meist tauchte einfach der Begriff "Trittenheimer [Wein]" auf. Der so angebotene Wein wartete auf einen Käufer, der ihn nach Preis und Geschmack wählend kaufte.

Erst um die Wende zum 20. Jahrhundert tauchen heute geläufige Weinlagenamen auf. Zunächst sind es Weinlagen besonders bekannter Weine. Der Zweck dieser Etikettierung bestand darin, Straftaten durch Verkauf von Wein unter falscher Herkunftsangabe zu verhindern bzw. bei Täuschungen diese Straftat ahnden zu können. Entsprechend wurde eine gesetzliche Regelung über die Herkunftsbezeichnung von Weinen eingeführt. Dies erfolgte im Rahmen des Warenbezeichnungsgesetzes von 1894 ("Gesetz zum Schutz der Waarenbezeichnungen", abgedruckt im Reichsgesetzblatt des Jahres 1894, S. 441).

1909 wurde dieser Schritt weitergeführt im ersten ausführlichen Deutschen Weingesetz (7. April 1909, RGBl, S. 393ff.) verankert. Zunehmend wurden die Weine unter Lagebezeichnungen vermarktet; dies spiegelt sich in den Eindrucken auf den Etiketten wider. Neben dem Herkunftsort erschien in der Regel ein Weinlagennamen, der sich häufig an einem Flurnamen als genauerer Abgrenzung orientierte.

[Fortsetzung]

31.05.2015

Weinlagen und ihre Geschichte ...

  • Trittenheimer Altärchen
  • Trittenheimer Apotheke
  • Trittenheimer Leiterchen
  • Trittenheimer Felsenkopf

Weinlagennamen, die bis zur Reform der Bezeichnung 1971 verwandt wurden: